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Digitale Eifersucht – Beziehungskiller im Netz?!

Eifersucht – Für viele Menschen ist es im gesunden Maße eine Art der Zuwendung und Liebe. Denn wer seinen Partner liebt, möchte ihn in aller Regel für sich alleine haben und hat Angst ihn zu verlieren.

Anfangs ist das Gefühl, der Partner sei eifersüchtig, auch sehr schmeichelnd, denn es zeigt ja, dass man ihm wichtig ist und derjenige es ernst mit einem meint. Die sozialen Netzwerke bieten frisch verliebten Paaren viele Möglichkeiten der Kommunikation und der ständigen Erreichbarkeit – das schafft Nähe. Doch die virtuelle Welt hat auch ihre Schattenseiten – auch für eine frische Liebe!

War er oder sie eben noch bei WhatsApp online? Hat der Andere gerade was bei Facebook gepostet? Es kann einem zwar das Gefühl von Nähe und Vertrautheit geben, aber auch negative Gefühle auslösen.

Negative Emotionen wie Eifersucht, Misstrauen oder gegenseitige Kontrolle.

Wer kennt das nicht? Man ist ständig der Rechtfertigung ausgesetzt, wenn man mal nicht antwortet. Wenn man „online“ ist aber nicht den Chat des Partners geöffnet hat oder mal das Handy ausgeschaltet hat und der Sender nicht die Bestätigung bekommt, dass die Nachricht zugestellt wurde. „Wieso war dein Handy aus“?, „Mit wem hast du dir geschrieben“? „Warum hast du nicht geantwortet“?.

Man begibt sich durch die immer häufigere Kontrolle in eine Eifersuchtsspirale und verliert den Bezug zur Realität.

Wer sucht, der findet, oder?

In den Zeiten der Digitalisierung ist es all gegenwärtig zu spionieren. Stalking in einer anderen Dimension. Auch wenn es der eigene Partner ist – nichts ist leichter, als ihm im Netz heimlich zu folgen, zu sehen, mit wem er befreundet ist, wo er sein Mittagessen isst und was er den Abend zuvor gemacht hat. Wann war er zuletzt online und mit wem hat er sich geschrieben? (Mir hat er nicht geschrieben …)

Man wird regelrecht zum Hobby-Profiler!

Wieso postet er ein fröhliches Foto von sich, obwohl wir uns erst gestritten haben? Bedeutet dies, dass ich ihm nicht wichtig bin, bzw. egal bin? Was hat er geliked? Warum gerade das Bild einer Schönheit, die so gar nicht aussieht wie man selbst?

Freundes-Listen des Partners werden genau analysiert. Ist eine Ex in seiner Liste? Wenn ja, warum ? Hat er noch Gefühle für Sie? Wieso hat er überhaupt so viele Freunde?!

Der Gedanke festigt sich – er findet „schnellen Ersatz“ für mich. Wenn dann noch eine Person von der man befürchtet, sie könne einem den Partner ausspannen, sein Foto liked oder kommentiert, kocht es über!
Man konfrontiert ihn mit den haltlosen Anschuldigungen, ein Wort ergibt das andere und dann passiert es. Man drängt seinen Partner immer weiter von sich weg, statt ihm das Gefühl zu geben, zu vertrauen. Vertrauen auf seine Liebe, seine Treue und Vertrauen in sich selber, genug „wert“ zu sein. Und er? Er entfernt sich, er zuckt zusammen, wenn sie eine Frage stellt, er sucht nach Ausreden, um nicht Ihrer Eifersucht ausgeliefert zu sein und rechtfertigt sich für sich selbst – er kann nicht mehr er selbst sein!

Doch wie kann man sich selber davor schützen, solch eine Eifersucht zu entwickeln oder selbst seine Beziehung deshalb zu verlieren? Es ist schwierig! Privatsphäre wird heute nicht mehr für so wichtig empfunden. Viele wachsen schon mit Facebook auf und werden mit Informationen anderer Menschen überschüttet. Man teilt gerne seinen Ort, möchte zeigen, mit wem man Kontakt hat und was man gerade macht. Das diese Offenheit auch ausgenutzt oder falsch interpretiert werden kann, ist einem nicht bewusst. Ebenso wenig, dass es gefährlich werden kann… Zu sehr sind wir heute darauf gepolt im Netz „jemand“ zu sein, nach Anerkennung zu suchen und die Augen davor zu verschließen, was „echt“ ist und was wir mit unserem Verhalten evtl. anrichten. Das man damit eine „echte“ Liebe vergrault, nimmt man unwissend in Kauf und am Ende steht man alleine da. Der Partner ist weg!

…dabei hätte es doch was werden können…

Wie kann man damit umgehen?

Ständig erreichbar und „online“ zu sein, ist keiner Beziehung zuträglich. Zeit füreinander zu haben, ohne von einem „Piepen“ gestört zu werden ist besonders wichtig. Ist dies nicht der Fall, bleibt die Intimität auf der Strecke und man fühlt sich für den Moment nicht wahr genommen.

  1. Daher sollten sich Paare Zeit für sich nehmen, Regeln wie „wenn wir zusammen Zeit verbringen, werden die Handys ausgemacht“, vereinbaren.
  2. Man sollte seine Ängste offen ansprechen dürfen. So ist die Wahrscheinlichkeit sich falsch zu verstehen, geringer. Es ist durchaus zumutbar, seinem Partner genau das zu sagen: „Ich habe Angst dich zu verlieren!“ oder „Ich rede mit dir darüber, damit ich Missverständnissen aus dem Weg gehen kann“.
  3. Trotzdem oder gerade deshalb ist es auch wichtig, dass man sich gegenseitig Freiräume lässt, einander nicht besitzen will und einander vertraut. Denn wenn man ein „Wir-Gefühl“ hat und sich liebt, will man dem anderen auch die Luft zum Atmen lassen!

Fazit

Erfüllt und glücklich sind diejenigen, die ihre Zeit mit wertvollen und für sich sinnvollen Aufgaben verbringen und leben. Die Gewichtung der eigenen Werte bestimmt jeder für sich selbst. Menschen, die es in diesem Sinne verstanden haben, steuern und kommunizieren Ihre Gedanken und Taten richtig und erleben positive Reaktionen und Dinge, eine Welt überraschender Momente und Abenteuer. Das Netz beschleunigt diese Abenteuer durch exponentielle Steigerungen der Reflexionen/Affekte, auch wenn es meist nur fraktale Reflexionen sind, z.B. in einer Statusmeldung und/oder in einem Retweet, die/den man selbst interpretieren und zu einem ganzheitlichen Bild zusammensetzen muss. Wenn Sie es schaffen, Ihre Botschaften, Gedanken und Taten richtig einzusetzen und zu kommunizieren, können Sie andere Menschen mitreisen, begeistern und Sie ferner für sich nutzen. Die dadurch entstehenden Reaktionen, Netzwerkerweiterungen sowie entgegengebrachtes Vertrauen und/oder (Geschäfts-)beziehungen, können wir auch in einer digitalen Welt glücklich werden.

Dale Carnegie sagte einst: „Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast; es hängt nur davon ab, was du denkst.“

Ich persönlich denke: Dein Glück wird ausschließlich von deinem Denken, Handeln und Lieben beeinflusst.

Persönliche Gedanken & Empfehlungen

  • Schließe mit der unsinnigen Suche nach Fehlern deines Partners ab!
  • Setze dich in den Kinosessel deines persönlichen Kopfkinos und betrachte deine Gedanken objektiv.
  • Nur Du allein bist das Abbild deiner inneren Einstellung, deiner Gedanken und Taten.
  • Liebe das was du lebst und tust – sei ein Workalovic!
  • Lebe dein ganz persönliches Selbst.Bewusst.Sein. – sei du selbst, sei dir deinen Gedanken & Taten bewusst, sei offen und finde statt.

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